TSI Special Training: Überlegungen und Fragen zur Planung von Verbriefungstransaktionen

Marktgängige Verbriefungen werden 2018/19 im Zuge des langsamen Ausstiegs der EZB aus
der billigen Geldversorgung an Bedeutung gewinnen. Damit könnten über Autofinanzierungen
hinaus auch andere Assetklassen wieder ins Spiel kommen. Doch 2018 treten auch neue
regulatorische Rahmenbedingungen für Verbriefungen in Kraft, die 2019 erstmals Anwendung
finden werden.

 

 

In unserem Training am 24. Januar 2018 wollen wir:

  • Ihnen einen Überblick geben über das Thema sowie die notwendigen Überlegungen,
    Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Planungen, die einer Verbriefungstransaktion
    vorausgehen
  • Sie in die neuen Transparenz- und Qualitätsregeln unter dem STS-Regime einführen
  • Sie mit Fragen der Portfolioanalyse und Cash-Flow-Modellierung vertraut machen
  • Ihnen die neuen regulatorischen Kalkulationsverfahren für die Eigenkapitalunterlegung
    von Bankinvestments in Verbriefungen vorstellen.

Das TSI Special Training plus „Überlegungen und Fragen zur Planung von Verbriefungstransaktionen“ dient damit der Qualifizierung der Mitarbeiter von Banken, die sich dem Verbriefungsthema nähern und ist zudem ein hervorragender Einstieg in das Thema von neuen Mitarbeitern im Verbriefungsbereich, Risikomanagement und Treasury einer Bank. Darüber hinaus ist es für Mitarbeiter von allen Institutionen von Interesse, die an Verbriefungstransaktionen beteiligt sind.


  •   Agenda

    Mittwoch, 24. Januar 2018

    8.30 – 8.45 Uhr

    Registrierung und Kaffee

    8.45 – 9.00 Uhr

    Begrüßung durch die TSI

    9.00 – 10.30 Uhr

    Grundüberlegungen zur Verbriefungstransaktionen aus Sicht des Originators
    Robert O. Froitzheim, Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden

    • Ziele für Originatoren
    • Wirtschaftlichkeitserwägungen für den Originator bei synthetischen und true sale Transaktionen
    • Grundsätzliche Wirkungsweisen von Portfoliotransaktionen auf die Rentabilität
    • Kurze Fallbetrachtung

    10.30 – 11.00 Uhr

    Kaffeepause

    11.00 – 12.45 Uhr

    Datentransparenz und –bereitstellung unter STS-Regulierung und nach den EZB-Anforderungen
    Dr. Christian Thun, European DataWarehouse

    • Loan Level Bereitstellung durch ED gemäß EZB-Anforderungen
    • Transparenzanforderungen für Non-STS und STS-Verbriefungen nach der neuen STS-Verordnung
    • Bereitstellung von Cash Flow Modellen
    • Neue Anforderungen an Originator und Investor

    12.45 – 13.15 Uhr

    Überblick über Cash Flow Modellierungen und Bewertungen beim Investor
    Jan-Peter Hülbert, Raiffeisen Bank International

    • Ziel und Anwendungsgebiete
    • Analyse-Ebenen bei ABS Transaktionen – Poolebene und Anleiheebene
    • Bedeutung von prepayments, defaults, delinquencies, granularity etc. für die Cash Flow-Modellierung
    • Modellierungsbeispiele

    13.15 – 14.40 Uhr

    Mittagspause

    14.40 – 15.30 Uhr

    Regulatorische Anforderungen an Banken als Originatoren und Investoren in
    ABS-Transaktionen nach der neuen STS Verordnung

    Dr. Oliver Kronat, Clifford Chance

    • Non-STS Voraussetzungen
    • STS-Voraussetzungen
    • Zeitplan der Umsetzung

    15.30 – 16.00 Uhr

    Kaffeepause

    16.00 – 17.10 Uhr

    Regulatorische Bewertungsverfahren zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung
    für Term-Transaktion
    Bert Staufenbiel, KfW

    • Aktuelle Eigenkapitalunterlegung nach CRD IV/CRR (u.a. IRBA, RBA, SFA)
    • Einführung der Verbriefungsverordnung
    • Zukünftige Hierarchie
    • Vergleich Standardansatz und ERBA
    • Vergleich STS vs. Non-STS Transaktionen

    Ab 17.10 Uhr

    Schlußwort TSI Geschäftsführung mit anschließendem Get-together

     

  •   Referenten

    Mittwoch, 24. Januar 2018

    Robert O. Froitzheim ist Director bei der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG. Seit 1997 ist er im Portfoliomanagement für Firmen- und Retailkunden (Portfolioverbriefung von mehr als 113 Mrd. EUR) tätig. Daneben begleitet er für die Retaildivision verantwortlich das ökonomische Kapitalmodell für Kreditrisiko und Operational Risk. Er erstellt zudem Business Cases zur Beurteilung von Subportfolios. Davor war er in den Bereichen Global Markets Futures & Options sowie Zielgruppensteuerung für Konzernkunden tätig. Vor seiner Zeit im Deutsche Bank-Konzern hat Herr Froitzheim Erfahrungen im Privatkundenbereich bei Sal. Oppenheim gesammelt. Sein Studium der Bank-/ Versicherungsbetriebslehre und Wirtschaftsinformatik hat er an der Universität zu Köln absolviert.

     

    Jan-Peter Hülbert ist seit September 2012 als Head of Asset Based Finance – Corporates der Raiffeisen Bank International AG verantwortlich für den Bereich Consumer Assets und Trade Receivables. Die Asset-Klassen beinhalten Auto-Kredite, Auto-Leasing, Equipment Leasing und unbesicherte Konsumentenkredite sowie Handelsforderungen.
    Seit 2002 hat er zahlreiche öffentliche ABS Bonds sowie diverse bilaterale
    oder syndizierte Verbriefungstransaktionen für Firmenkunden, Leasinggesellschaften und Konsumentenfinanzierer strukturiert. Herr Hülbert hält einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der LMU München.

     

    Dr. Oliver Kronat ist auf die Beratung deutscher und internationaler strukturierter Finanzierungen spezialisiert. Er berät sowohl Banken, Finanzdienstleister, Leasinggesellschaften und Treuhänder im Bereich der strukturierten Finanzierung und Verbriefung (u. a. von Leasing-, Handels-, Darlehensforderungen und Grundvermögen) als auch institutionelle Investoren bei alternativen Investments. Dr. Oliver Kronat ist Berater der True Sale Initiative und auch als Steuerberater zugelassen.

     

     

    Bert Staufenbiel, Senior Manager, arbeitet seit 2010 bei der KfW, wo er sich hauptsächlich mit Verbriefungen von europäischen KMUs beschäftigt. Zudem ist er verantwortlich für ausgewählte aufsichtsrechtliche Fragestellungen u.a. Basel III/IV und Solvency II. Von 2007 bis 2010 war er als Portfoliomanager in der Einheit Structured Credits der Deka Investment tätig. Sein Berufseinstieg erfolgte bei Fitch Ratings im Bereich Verbriefung, wo er hauptsächlich für RMBS und KMU Transaktionen verantwortlich war. Herr Staufenbiel ist Diplom-Kaufmann (Universität Potsdam) und hat in 2015 zusätzlich den Master-Studiengang „Risk Management and Regulation“ bei der Frankfurt School of Finance & Management absolviert.

     

    Dr. Christian Thun ist seit dem 1. Januar 2016 der Chief Operating Officer der European DataWarehouse GmbH – der ersten zentrale Plattform in Europa, die Kreditdaten (Loan-Level-Data) aus Asset Backed Securities (ABS) sammelt, aufbereitet, speichert und dem Markt in standardisierter Form zur Verfügung stellt. Zuvor arbeitete er fast 14 Jahre in verschiedenen Senior-Positionen für Moody’s Analytics sowie davor als Teamleiter für das Beratungsunternehmen Baetge & Partner (ein Oliver, Wyman Affiliate) und im Bereich Structured Finance der Dresdner Bank in Frankfurt und London.
    Als COO ist Christian Thun verantwortlich für die Geschäftsbereiche Daten-Management, Customer Account Management und das Research. Christian Thun hat mehr als 30 Artikel zu Themen wie Risikomodellierung, Stress Testing und Datenmanagement veröffentlicht. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und promovierte in diesem Bereich an der Universität Münster.