TSI Special Training: Intensivseminar Überblick Auto-ABS/Term-ABS

Der deutsche Verbriefungsmarkt ist ein Musterbeispiel für einfache, transparente und standardisierte ABS-Transaktionen, die sich in Performance und Qualität über die Finanzkrise hinweg gut bewährt haben.

Und unsere umfassenden und regelmäßigen ABS-Trainings haben in den letzten zehn Jahren dazu beigetragen, dass alle beteiligten Parteien ein einheitliches Qualitätsverständnis herausbilden. Mit unserem zweitägigen Überblickstraining in die Verbriefungswelt bekommen Sie einen hervorragenden Zugang zu den relevanten Themen aus rechtlicher, bilanzieller, regulatorischer, wirtschaftlicher und praktischer sowie kreditprozessbezogener Sicht.

Im Einzelnen geht es um folgende Themenschwerpunkte:

  • Überblick über eine konkrete, aktuelle Verbriefungstransaktion
  • Worauf kommt es beim Kreditprozess an
  • Rechtliche Fragen - Abtretung, Insolvenzabschirmung, steuerliche Fragen
  • EZB-Zulassung im Überblick
  • Regulatorische Rahmenbedingungen einschließlich STS Kriterien und
    Bilanzierungsfragen
  • Arbeit der Ratingagenturen
  • Cash Flow Modellierung und Transaktionsbewertung
  • Die Investorensicht

Die Themenschwerpunkte werden ausgehend von einer Bavarian Sky Transaktion behandelt.

  •   Agenda

    Dienstag, 13. Juni 2017

    8.45 – 8.50 Uhr

    Registrierung

    8.50 – 9.00 Uhr

    Begrüßung durch die TSI

    9.00 – 10.30 Uhr

    Überblick über eine konkrete Verbriefungstransaktion aus dem Bereich Auto-ABS
    Christian Kunz, BMW Group

    • Underlying, Kreditvergabe und - bearbeitung
    • Portfolioauswahl
    • Transaktionsstruktur
    • Projektablauf
    • Reporting
    • Vermarktung

    10.30 – 11.00 Uhr

    Kaffeepause

    11.00 – 11.35 Uhr

    Marktentwicklung Autoverbriefungen
    Dr. Benjamin Mohr, Creditreform Rating

    • Marktüberblick
    • Transaktionsentwicklung, Transaktionstypen
    • Originatoren
    • Spreadentwicklung

    11.35 – 12.45 Uhr

    Rechtliche Themen – Abtretung, Insolvenzabschirmung, steuerliche Fragen
    Sandra Wittinghofer, Baker & McKenzie

    • Rechtliche Anforderungen an True Sale Strukturen
    • Steuerliche Fragen

    12.45 – 14.15 Uhr

    Mittagspause

    14.15 – 15.25 Uhr

    Bilanzierungsfragen beim Originator und Investor
    Peter Schüz, PricewaterhouseCoopers

    • Grundfragen des Bilanzabgangs und -zugangs der Konsolidierung und Bewertung nach HGB IFRS
    • Konkrete Bilanzierungsfragen bei vorliegender Transaktion

    15.25 – 15.45 Uhr

    Kaffeepause

    15.45 – 17.15 Uhr

    Regulierungsfragen beim Investor und Originator im Überblick
    Ulf Kreppel, Jones Day

    • Was ist eine Verbriefung? Der Begriff im Aufsichtsrecht
    • Grundlagen des Risikotransfers im Aufsichtsrecht
    • Eigenkapitalunterlegungserfordernisse für Investoren und andere Transaktionsbeteiligte
    • Risikoeinbehalt bei Verbriefungen
    • Due Diligence Verpflichtung des Investors
    • Anerkennung von Verbriefungen im Rahmen der Liquidity Coverage Ratio
    • Offenlegungs- und Informationspflichten unter der CRA 3-Verordnung
    • Das STS-Regulierungsrahmenwerk

    Ab 17.15 Uhr

    Umtrunk


    Mittwoch, 14. Juni 2017

    8.30 – 9.40 Uhr

    Eurosystem und Verbriefungen
    Kathrin Sterr, Deutsche Bundesbank

    • Eligibility Kriterien
    • Letzte Beschlüsse TLTRO und Ankaufsprogramm
    • Einzelkreditdaten und EDW
    • Haircut und Bewertungsfragen

    9.40 – 11.20 Uhr

    Überblick über die Strukturierung und Cash Flow Modellierungen am Beispiel
    einer konkreten Autoverbriefung
    Jan-Peter Hülbert, Raiffeisen Bank International

    • Ziel und Anwendungsgebiete
    • Analyse-Ebenen bei ABS Transaktionen – Poolebene und Anleiheebene
    • Bedeutung von prepayments, defaults, delinquencies, granularity etc.
      für die Cash Flow-Modellierung
    • Modellierungsbeispiele

    11.20 – 11.50 Uhr

    Kaffeepause

    11.50 – 13.00 Uhr

    Ratingfragen – exemplarisch erläutert an einer Autotransaktion
    Susanne Matern, Fitch Ratings

    • Rating-Methodik
    • Transaktionsüberwachung und Ratingentwicklung
    • Konkrete Ratingfragen bei vorliegender Transaktion

    13.00 – 14.30 Uhr

    Mittagessen

    14.30 – 15.40 Uhr

    ABS aus Investorensicht: Was brauchen Investoren zur Bewertung von Verbriefungstransaktionen?
    Bernhard Zahel, Deutsche Asset Management International

    • Analyse von Offering Circulars, Ratingreports, Deal Review
    • Risikocluster, Identifikation der Risikotreiber
    • Mehrdimensionale Due Diligence, Fundamentalanalyse
    • Transparenzanforderungen und Reportingstandards
    • Relevanz zusätzlicher Informationsgewinnung, Due Diligence
    • Angewandte Risikomanagementinstrumente und -strategien
    • Bewertungs- und Prognoserisiken bei der Modellierung

  •   Referenten

    Dienstag, 13. Juni 2017

     

    Ulf Kreppel ist Partner bei Jones Day im Bereich Banking & Finance. Seine Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strukturierte Finanzierung, Verbriefung, AssetBased Lending, Restrukturierung, Aufsichtsrecht und Derivate. Zu seinen Mandanten zählen nationale sowie internationale Finanzinstitute, Versicherungen, Finanzunternehmen und Private Equity Häuser. Neben den traditionellen Assetklassen, wie z.B. Immobilienkredite, Handels- und Leasingforderungen und Verbraucherkredite, verfügt Ulf Kreppel über umfassende Expertise in einer Vielzahl von innovativen Assetklassen, darunter z.B. Lebensversicherungspolicen und Studienförderdarlehen. Im Bereich Structured Covered Bonds hat Ulf Kreppel jüngst bei mehreren Refinanzierungsregistertransaktionen beraten. Im Rahmen der deutschen True Sale Initiative berät Herr Kreppel regelmäßig bei neuen Gesetzesvorhaben, zuletzt im Rahmen der CRD IV. Herr Kreppel zählt zu den häufig empfohlenen Beratern im deutschen Finanzierungsmarkt.

     

    Christian Kunz leitet seit 2014 die Abteilung „Strukturierte Finanzierungen“ der BMW Group. Diese umfasst sowohl die globale Durchführung Verbriefungstransaktionen, als auch die Erarbeitungen von strukturierten Finanzierungslösungen für das Industriegeschäft. Darüber hinaus verantwortet er die Finanzierungsprogramme mit Förderbanken und die treasury-seitige Betreuung von Joint Venture Gesellschaften der BMW Group. Herr Kunz ist seit 2003 in verschiedenen Funktionen bei der BMW Group beschäftigt. Zuvor war er für die Commerzbank AG, die bmp venture capital AG sowie die KPMG tätig.

     

    Dr. Benjamin Mohr ist bei der Creditreform Rating AG als Chefvolkswirt tätig. Zuvor hat er eine Reihe von Positionen in der Creditreform Gruppe bekleidet. In seiner derzeitigen Funktion befasst sich Herr Dr. Mohr insbesondere mit der Analyse der Finanzierungsmärkte und der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und Europa.
    Seit 2016 ist er zudem für den Bereich Sovereign Ratings verantwortlich. Der Diplom-Volkswirt, der an der Universität Frankfurt studierte, hält einen Doktortitel in Volkswirtschaftslehre von der FernUniversität in Hagen, wo er als Wissenschaftlicher Assistent arbeitete und seine Dissertation zum Thema „Institutionelle Vorkehrungen im Bereich der Bankenregulierung zur Gewährleistung von Finanzstabilität” abschloss.

     

    Peter Schüz ist als Direktor im Bereich Financial Services bei PwC tätig. Er verfügt über eine mehr als zehnjährige Berufserfahrung als Prüfer und Berater von Banken. Peter Schüz verantwortet komplexe Umsetzungsprojekte im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Finanzinstituten und bringt dabei seine umfassende Expertise zu nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften sowie deren Wechselwirkungen mit dem Aufsichtsrecht und dem Risikomanagement ein. Er ist ausgewiesener Spezialist in Bezug auf Produkte, Prozesse und IT-Systeme bei Banken. Als Wirtschaftsprüfer zeichnet sich Peter Schüz für die bilanzierungsbezogene Qualitätssicherung von Abschlussprüfungen verantwortlich.

     

    Sandra Wittinghofer ist Rechtsanwältin und Mitglied der deutschen Banking & Finance-Praxisgruppe von Baker & McKenzie. Sie berät Banken und Unternehmen in Fragen des Bank- und Finanzrechts, dabei schwerpunktmäßig im Bereich Strukturierter Finanzierung und den dort relevanten aufsichtsrechtlichen Fragen. Ihre Beratung umfasst ein breites Spektrum an Assetklassen bei der Strukturierung und Implementierung deutscher und internationaler Verbriefungstransaktionen.

     

     

    Mittwoch, 14. Juni 2017

    Jan-Peter Hülbert ist seit September 2012 als Head of Asset Based Finance-Corporates der Raiffeisen Bank International AG verantwortlich für den Bereich Consumer Assets und Trade Receivables. Die Asset-Klassen beinhalten Auto-Kredite, Auto-Leasing, Equipment Leasing und unbesicherte Konsumentenkredite sowie Handelsforderungen. Seit 2002 hat er zahlreiche öffentliche ABS Bonds sowie diverse bilaterale oder syndizierte Verbriefungstransaktionen für Firmenkunden, Leasinggesellschaften und Konsumentenfinanzierer strukturiert. Herr Hülbert hält einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der LMU München.

     

    Susanne Matern, CFA, ist Managing Director und Leiterin des Verbriefungsteams und des Covered Bond Teams von Fitch Ratings in Frankfurt. Die Frankfurter Teams beschäftigen sich hauptsächlich mit der Ratinganalyse für Verbriefungstransaktionen und Covered Bond Programme aus dem deutschsprachigen Raum sowie Covered Bond Programme aus Osteuropa. Susanne Matern verfügt über langjährige Erfahrung in allen Verbriefungsassetklassen und hat hierzu verschiedene Analyseberichte und Methodenpapiere veröffentlicht.

     

    Kathrin Sterr arbeitet seit 2013 bei der Deutschen Bundesbank und hier seit 2014 im Bereich Grundsatzfragen der operativen Geld- und Währungspolitik. In erster Linie ist sie mit dem Sicherheitenrahmen des Eurosystems und dem ABS Kaufprogramm befasst. Zuvor war Frau Sterr unter anderem im Treasury und M&A Bereich eines mittelständischen Unternehmens tätig, nachdem Sie ihr Studium der Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Geldpolitik, Wirtschaftspolitik, Außenhandelstheorie und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg sowie der INSEEC Paris absolviert hat.

     

    Bernhard Zahel ist Portfolio Manager im Bereich Fixed Income bei Deutsche Asset Management in Frankurt mit Spezialisierungen auf Asset Backed Securities (ABS), Covered Bonds und Staatsanleihen. Seine Rolle umfasst neben dem Management diverser Fonds die Analyse bestimmter Märkte wie italienischer Covered Bonds und verschiedener Arten von ABS einschließlich CLOs und deren Handel. Zuletzt war er seitens der Deutsche Asset Management für das ABS Ankaufprogramm der EZB tätig. Nach dem Abschluss seines Studiums in Bonn als Diplom Volkswirt im Jahr 2001 begann Bernhard Zahel als Analyst im Spezialkreditmanagement für mittelständische Firmenkunden der Deutsche Bank. Von dort wechselte er 2004 ins Portfoliomanagement der DWS Investment GmbH in Frankurt, wo er bis heute in verschiedenen Funktionen tätig ist.