TSI Fachtagung: „Asset Based Finance, Konsortialfinanzierungen und das Refinanzierungsregister – Anwendungsoptionen und Vorteile für (Auslands-) Banken, Versicherungen, Pensions-/ Kreditfonds, Fintechs …“

Asset Based Finance und Konsortialfinanzierungen, auch unter Beteiligung von Versicherungen und Pensionskassen, gewinnen an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unserer Tagung ein bewährtes Instrument beleuchten.

Das Refinanzierungsregister wurde 2005 zunächst im Hinblick auf die insolvenzsichere Ausgestaltung von Verbriefungen geschaffen. Inzwischen wurden die Regelungen aber vielfältig erweitert und wird es viel umfangreicher genutzt. Von syndizierten Kredite, insbesondere im Immobilienbereich, über Pfandbriefpooling, Kreditverkauf an Versicherungen und Kreditfonds bis hin zu Structured Covered Bonds. Und sicherlich wird auch die Zeit kommen, wo sich für die aufkommenden Fintechs Anwendungsoptionen erschließen. Auf unserer Tagung wollen wir einen Überblick geben, sowohl über die Vorteile, die das Refinanzierungsregister mit sich bringt, als auch über die rechtlichen und praktischen Anwendungsfragen.

Im Einzelnen geht es um folgende Themenschwerpunkte:

  • Einführung in das Thema
  • Rechtliche Fragen der Refinanzierungsregister-Nutzung im Detail
  • Registerführung – rechtliche Voraussetzungen und praktische Umsetzung
  • Praktische Anwendungsbeispiele des Refinanzierungsregisters

Der Workshop ist von Interesse für Banken im In- und Ausland, Versicherungen und Pensionsfonds,
die über die Nutzung des Refi-Registers im Rahmen einer geplanten Transaktion nachdenken, Vertretern von Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Mandanten in diesem Gebiet betreuen wie auch Berater und Dienstleister, die Services zum Thema Refinanzierungsregister anbieten.

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  •   Agenda

    Donnerstag, 18. Mai 2017

    9.45 – 10.00 Uhr

    Registrierung

    10.00 – 10.05 Uhr

    Begrüßung durch die TSI Geschäftsführung

    10.05 – 10.25 Uhr

    Einführung in das Thema
    Dr. Michael Frese, Helaba

    • Vorteile von Treuhandstrukturen bei Asset Based Finance und Konsortialkrediten

    10.25 – 11.35 Uhr

    Rechtliche Fragen der Refinanzierungsregister-Nutzung im Detail
    Moderation:
    Dr. Michael Frese, Helaba
    Referenten:
    Dr. Jens Rinze, Squire Patton Boggs und
    Regierungsdirektor Dr. Claus Tollmann,
    Autoren in Beckschen KWG-Kommentaren

    • Was ist eintragungsfähig?
    • Wer kann Übertragungsberechtigter sein?
    • Wer kann ein Register führen?
    • Konflikt zwischen Refinanzierungsregister und Deckungsregister bei Mehrfacheintragung?
    • Spezialregelung mit Anwendungsvorrang vor der InsO?
    • Ordnungsgemäßheit der Eintragung?
    • Auslandsbezug?
    • Einbindung der Aufsicht
    • Stellung von Sachwalter/ Sachverwalter

    11.35 – 12.00 Uhr

    Kaffeepause

    12.00 – 13.00 Uhr

    Registerführung – rechtliche Voraussetzungen und praktische Umsetzung
    Marcus Pauen, Commerzbank
    Siegfried Schneider, DG Hyp

    • Aufsichtsrechtliche Anforderungen und sich daraus ergebende Herausforderungen
    • Praktische Erfahrungen im Hinblick auf die Eigen-/und
      Fremdregisterführung sowie Führung für Dritte
    • Praktische Anforderungen an den Verwalter eines Refinanzierungsregister
    • Rechtsfolgen einer unvollständigen oder unrichtigen Eintragung
    • Unterschiede im Hinblick auf die Führung
      (Papierform/ elektronische Führung)
    • Multi-Seller-Strukturen – lückenlose Kette von Registereintragungen

    13.00 – 14.45 Uhr

    Mittagspause

    Praktische Anwendungsbeispiele des Refinanzierungsregisters;
    Erfahrungswerte und Vorteile:

    14.45 – 15.05 Uhr

    Syndizierung von Krediten – Kooperation von Banken und Versicherungen
    Oliver Dreher, CMS Hasche Sigle

    • Kurze Beschreibung des Modells
    • Vorteile der Syndizierung für Banken
    • Einbindung des Refinanzierungsregister
    • Versicherungsrechtliche Anforderungen

    15.05 – 15.25 Uhr

    Pfandbriefbanken und die Nutzung des Refinanzierungsregisters
    Andreas Luckow, VdP

    • Anforderungen des Pfandbriefgesetzes
    • Pfandbriefpooling
    • Ausländische Deckungswerte
    • Syndizierungsfragen

    15.25 – 16.00 Uhr

    Kaffeepause

    16.00 – 16.25 Uhr

    Structured Covered Bond
    Dr. Burkhard Rinne, Linklaters

    • Exemplarisches Beispiel
    • Vorteile des Refinanzierungsregisters

    16.25 – 16.45 Uhr

    Asset Based Finance im Bereich der Immobilienfinanzierung
    Jördis Harbeck, Linklaters
    Jan Sternberg, HSH Nordbank

    • Spezialfragen
    • Vorteile der Einbindung des Refinanzierungsregisters

    Ab 16.45 Uhr

    Schlußwort der TSI Geschäftsführung mit anschließendem Umtrunk

  •   Referenten

    Donnerstag, 18. Mai 2017

    Oliver Dreher berät namhafte deutsche und internationale Banken und Unternehmen in Fragen des Fremdkapitalmarktrechts. Schwerpunkte seiner Praxis sind strukturierte Finanzprodukte, Produkte für institutionelle Investoren sowie MTN-, CP- und strukturierte Emissionsprogramme. Seine Expertise erstreckt sich zudem auf die Beratung zu Unternehmens-, Bank- und Staatsanleihen, Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Derivaten. Besonders erfahren ist er mit dem Clearing von Finanzierungsinstrumenten.Oliver Dreher ist seit 2013 Partner bei CMS. Er war zuvor 13 Jahre für Linklaters in London und Frankfurt tätig, seit 2007 als Partner. Seine Berufslaufbahn hatte er 1999 in der Rechtsabteilung von JP Morgan begonnen.

     

    Dr. Michael Frese ist stellvertretender Chefsyndikus bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Michael Frese wechselte im Januar 2006 als stellvertretender Chefsyndikus zur Helaba. Dort verantwortet er u. a. die rechtliche Begleitung von Securitisationund Kapitalmarkttransaktionen sowie die rechtliche Strukturierung des Derivategeschäfts. Zuvor war Michael Frese bei der DZ BANK AG im Investmentbanking (ABS-Strukturierung) sowie als Internal Counsel tätig. Vor seinem Wechsel zur DZ BANK AG hat Michael Frese bei Gleiss Lutz als Rechtsanwalt M & A-Transaktionen betreut.



    Jördis Harbeck ist Managing Associate im Frankfurter Büro von Linklaters und spezialisiert auf die Beratung von Produkten aus dem Bereich der Asset-basierten strukturierten Finanzierungen, insbesondere True Sale- und synthetischer Verbriefungen, Structured Covered Bonds, High Yield Bonds, besicherte Bankfinanzierungen und andere abgesicherter Finanzierungen verschiedener Asset-Klassen (einschließlich unter Nutzung der Refinanzierungsregisters). Sie berät zudem regelmäßig bei Portfolioverkäufen und NPL-Transaktionen.
    Frau Harbeck hat u.a. die HSH Nordbank AG bei der Aufsetzung der Ocean Funding Plattform beraten und verfügt über Expertise im Rahmen von Schiffsfinanzierungen.
    Sie ist in Deutschland zugelassen und hat in Kiel und Paris studiert; das Referendariat hat Frau Harbeck in Frankfurt, Bonn und London absolviert.

     

    Andreas Luckow ist seit 2002 beim Verband deutscher Pfandbriefbanken in Berlin tätig. Im Bereich Deckungswerte ist er mit den Fragen der Anforderungen an Deckungswerte nach dem Pfandbriefgesetz befasst. Sein besonderes Gebiet sind die Immobilien-Deckungswerte im Ausland und das Pfandbriefrecht. Bis 2002 war er Abteilungsdirektor Auslandskredite bei der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank AG (1998 – 2002), davor seit 1995 Abteilungsdirektor der Zentralabteilung bei dieser Bank. 1991 bis 1994 war er Leiter des Vorstandssekretariates und zuvor 19988 bis 1991 Vorstandsassistent; zu dieser Zeit führte die Bank noch die Namen Berliner Pfandbriefbank und Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG. Er ist Jurist, war Rechtsreferendar in Berlin und Neu-Delhi und Student in Berlin und Freiburg im Breisgau.

     

    Marcus Pauen betreut laufende Verbriefungstransaktionen im Segment Firmenkunden der Commerzbank AG in Frankfurt und begleitet als Strukturierer neue Transaktionen. Dazu gehört das SME Structured Covered Bond Programm der Commerzbank.
    Der Diplom-Informatiker arbeitete in unterschiedlichen Funktionen in der IT, bevor er 2007 zur Verbriefung in die Investmentbank der Commerzbank kam und 2009 in die ehemalige Mittelstandsbank wechselte.

     

     

    Dr Burkhard Rinne is a counsel at Linklaters LLP and is based in Frankfurt am Main. He specialises in structured finance transactions, including securitisations, structured covered bonds, asset-based finance and other secured financings, as well as in portfolio sales and frequently advises on transactions involving the use of the refinancing register.He advised, e.g., NORD/LB on the establishment of its G-MTN programme and Commerzbank on the establishment of its SME Structured Covered Bond Programme.
    He is admitted in Germany and New York.He studied in Mainz and Konstanz and also holds an LL.M. from the University of Michigan.

     

    Dr. Jens Rinze ist Partner in unserem Frankfurter Büro und leitet die deutsche Bank und Kapitalmarktrechtspraxis. Er berät Mandanten insbesondere bei strukturierten Finanzierungen, Verbriefungen, Factoring- und Asset Based Lending Transaktionen, Immobilienfinanzierungen, Projektfinanzierungen, Transaktionen von Versicherungsunternehmen und in anderen Bereichen des Bank- und Kapitalmarktrechts (einschließlich der regulatorischen Aspekte) sowie der Restrukturierung und des Work-Outs solcher Transaktionen.
    Zu seinen Mandanten zählen Banken, Versicherungen, Originator, Borrower, Investoren, Rating Agenturen, Servicer, Special Servicer und andere Dienstleister.
    Dr. Rinze spricht regelmäßig als Referent und Moderator bei Konferenzen und im Rahmen von Lehraufträgen an Universitäten. Er ist Autor verschiedenster Fachbeiträge in Zeitschriften, Büchern und juristischen Kommentaren im In- und Ausland, insbesondere in den Bereichen des Bank- und Kapitalmarktrechts, Internationalem Privatrechts und Europarechts. Im Schwennicke/ Auerbach, Kommentar zum KWG (Verlag C.H. Beck) kommentiert er die §§ 22a ff. KWG zum Refinanzierungsregister.

     

    Siegfried Schneider, geb. 1959, begann nach der Bankausbildung seine berufliche Laufbahn 1979 bei der DG HYP in der Kundenkreditabteilung. 1982 wechselte er, seinem Interessenschwerpunkt folgend, in die IT, in der er mehrere Großprojekte leitete.
    1994 wurde er stellvertretender Leiter und ab 2001 Leiter der Treasury-Abwicklung. Im Jahr 2010 wurde die Organisation der Marktfolge der DG HYP an das geänderte Risikoumfeld angepasst. Treasury-Abwicklung wurde mit der Kreditbearbeitung (Nichtzielkunden) zusammengefasst. Herr Schneider ist seit 2010 Bereichsleiter für die Wertpapier- und Kreditbearbeitung in der DG HYP.

     

    Jan Sternberg ist Strukturierer bei der HSH Nordbank AG. Seit 2014 ist er im Bereich Portfolio Solutions tätig und betreut u.a. die Weiterentwicklung der Asset Based Funding-Plattform der HSH Nordbank AG. Er hat zahlreiche Verbriefungs- und Secured Loan-Transaktionen aufgesetzt, durchgeführt und administriert. Schwerpunkte hierbei liegen auf den Assetklassen Immobilien und SME. Darüber hinaus arbeitet Herr Sternberg an der Neuentwicklung von Kapitalmarktprodukten mit.
    Herr Sternberg studierte Wirtschaftsinformatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Betriebswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität
    zu Kiel und beendete 2013 sein Studium als Master of Science. Während seines Studiums arbeitete Herr Sternberg drei Jahre als Werkstudent bei der Unternehmensberatung zeb/rolfes.schierenbeck.associates in Münster, u.a. mit Fokus auf den Themen Asset-Liability-Management und implizite Optionen in Anlageprodukten.

     

    Dr. Claus Tollmann ist Regierungsdirektor in einem Bundesministerium und Autor der Vorschriften zum Refinanzierungsregister im KWG-Kommentar von C.H. Beck.