TSI Expert Workshop | Online: Eigenkapitalentlastung durch Verbriefungen nach neuer Verbriefungsverordnung und Capital Markets Recovery Package

Eigenkapital bleibt ein knappes Gut bei Banken. Basel III und Basel „IV“, die Umbrüche in der Realwirtschaft sowie die Aufarbeitung der Folgen der Corona-Pandemie rücken das Thema Eigenkapitalsteuerung wieder zunehmend in den Fokus. Die seit 2019 geltende, neue Verbriefungsverordnung sowie korrespondierende Änderungen in der CRR eröffnen den Banken jedoch auch neue Optionen, das Instrument Verbriefung effizienter als bislang zur Eigenkapitalsteuerung zu nutzen.

Die EU-Kommission reagierte im Zuge der COVID-19 „Quick Fixes“ bereits im Dezember 2020 zeitnah auf die neue Lage. Das für True Sale Verbriefungen bewährte STS-Regime wird nunmehr auch auf synthetische Verbriefungen ausgeweitet; zudem gibt es neue Regeln für NPL-Verbriefungen. Und parallel dazu hat die europäische Bankenaufsicht EBA im November 2020 den lange erwarteten Bericht zum signifikanten Risikotransfer (SRT) veröffentlicht.

Die TSI war intensiv mit dem Gesetzgebungsprozess befasst, hat die Sichtweise der Marktteilnehmer eingebracht und wird auch die anstehenden Level-2 Regelungen in 2021 aktiv begleiten.

Auf dem TSI Workshop „Eigenkapitalentlastung durch Verbriefungen nach neuer Verbriefungsverordnung und Capital Markets Recovery Package“ wollen wir allen Fragen nachgehen, die sich aus der neuen Lage ergeben.

  • NEU: Digitales, ungezwungenes Networking in der Workshop-Pause und im Anschluss

Digitales, ungezwungenes Networking in der Workshop-Pause und im Anschluss an die Veranstaltung mit Teilnehmern und Referenten. Flexibles One-on-One oder Kleingruppengespräche, spontan, flexibel und live mit Video wie bei Präsenzveranstaltungen. 
Seien Sie dabei im TSI Expert Workshop Coffee Break Room!

 

Ziel der TSI Veranstaltung ist es:

  • Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Neuregelungen der Verbriefungsverordnung, der Quick Fixes und des SRT-Berichts der EBA zu verschaffen,
  • einen Ausblick auf die damit verbundenen und noch anstehenden Level-2 Regulierungen zu geben,
  • die Interdependenz der regulatorischen Regelwerke im Hinblick auf ihre Wirkung bei Verbriefungen zu beleuchten, 
  • mit Ihnen die strategischen Implikationen für die Eigenkapitalsteuerung sowie die neuen Optionen aus Emittentensicht herauszuarbeiten und
  • die Bedeutung der neuen Regelungen für Investoren zu beleuchten sowie
  • die wachsende Bedeutung von Transparenz für Verbriefungen auch im Hinblick auf ESG zu erörtern.

Angesprochen sind: Teilnehmer aus Banken – hier insbesondere aus den Bereichen Verbriefung, Treasury, Risk Management und Recht, aus Rechtsanwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Ratingagenturen. Darüber hinaus erwarten wir auch Teilnehmer aus den Aufsichtsbehörden, aus Politik und Verbänden. 
Die Referenten sind ausgewiesene Spezialisten aus Banken, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie Beratungsgesellschaften.

  •   Agenda

    Freitag, 30. April 2021

    9.20 – 9.30 Uhr

    Einwahl

    9.30 – 9.45 Uhr

    Begrüßung durch die TSI 

    9.45 – 10.30 Uhr

    Verbriefungsregulierung und Quick Fixes – wie sind die Regeln, was bedeuten sie und wann gelten sie?
    Dr. Stefan Krauss, HENGELER MUELLER
    Dr. Dennis Heuer, White & Case

    • Neuerungen aus der CRR und der Verbriefungsverordnung mit Relevanz für die EK-Entlastung
    • Neue Hierarchie der Ansätze und Auswirkungen des SEC-SA
    • Welche Verbesserungen verspricht STS für Syntheten?
    • Ausblick auf anstehende Level 2 Regelungen
     

    10.30 – 10.40 Uhr

    Buffer & Break

    10.40 – 11.25 Uhr

    SRT – Signifikanter Risikotransfer und Abgrenzung zu STS für Syntheten
    Kerstin Schaepersmann, Clifford Chance
    Robert Westermann, Santander Consumer Bank

    • EBA Bericht zum SRT – welche Regelungen sind geplant?
    • Wie wird eine konsistente und einheitliche Anwendung der Regeln sichergestellt?
    • Strukturierungsmöglichkeiten im Rahmen der Safeguards
    • Inwiefern stehen die SRT-Regeln im Einklang mit den neuen STS-Regeln für Syntheten?
    • Emittentenperspektive – SRT über True Sale bzw. Syntheten oder Vollabzugsmethode (“Full Stack”)?
     

    11.25 – 11.45 Uhr

    Networking Break über Spatial – “Meet the Speakers”

    11.45 – 12.30 Uhr

    Finalisierung Basel III: Output Floors und Kapitalsteuerung bei Banken
    Martin Neisen, PricewaterhouseCoopers

    • Aktueller Diskussionstand zur Finalisierung Basel III
    • Quantitative Impact Study und Wirkungsweise des Output Floors
    • Auswirkungen auf das Asset Pricing, Profitabilität und Geschäftsmodelle von Banken
     

    12.30 – 12.40 Uhr

    Buffer & Break

    12.40 – 13.30 Uhr

    Relevance of Transparency for Capital Relief Trades, SRT, Supervision and Outlook for ESG (EN)
    Moderator:
    Stefan Henkelmann, Allen & Overy
    Panelists: 
    Steve Gandy, Santander Global Corporate & Investment Banking
    Dr Fernando González, European Central Bank
    Kaikobad Kakalia, Chorus Capital Management Limited
    Christian Thun, European DataWarehouse

    • Implications of the latest EBA/IACPM study on Capital Relief Trades
    • Level of disclosure requirements versus transparency for market participants
    • Role of transparency from supervisory perspective
    • Securitisation Repository as role model for ESG disclosure
     

    13.30 Uhr

    Ausblick

     

    Ausblick auf weitere Veranstaltung mit Bezug auf: 
    TSI Special Training EK-Steuerung, SRT und STS sowie Transparency (Mitte Juni 2021)

    • Interner Rating Ansatz (IRBA / SA) und quantitative Auswirkungen auf EK-Verbriefungen
    • Case Study Autos ABS
    • Case Study RMBS
    • Case Study Impact Investment und SRT
    • STS Verifizierung für Syntheten 
     
  •   Referenten

    Freitag, 30. April 2021

     

    Steve Gandy is Managing Director, Head of Private Debt Mobilisation, Notes and Structuring for Santander Global Corporate and Investment Banking in London.
    He has over 30 years’ experience in the securitisation industry, having completed transactions in Europe, United States, Latin America and Asia. He serves on the Board of Directors of the European Data Warehouse, and has also served as Member Chairman of the Securitisation forum of AFME, where he participated in the development of the PCS initiative and currently serves as a Board member and the chairman of the PCS Market Committee. Steve is also the current chairman of the Securitisation Working Group of the European Banking Federation.
    During his 40 years of banking experience, Steve held a number of management positions, with postings in the US, Mexico, Hong Kong and Paris.
    He holds a Bachelors of Arts degree in Linguistics from the University of Texas, and an MBA from Thunderbird, the American Graduate School of International Management, where he also won the Barton Kyle Yount Award.“

     

    Dr Fernando González is Principal in the Local Currency and Capital Market Development team at the European Bank for Reconstruction and Development in London. Prior to that he was a Senior Advisor in the Prudential Policy Directorate at the Bank of England and worked at the European Central Bank as the Head of the Risk Strategy Division within the Directorate Risk Management. Prior to working at the ECB, he held a number of academic and research positions at the Universidad Autónoma de Madrid, the Swedish School of Economics and the London Business School. He also worked in the Treasury Department of the Banco Exterior in Madrid. He has authored various articles and books in the areas of central bank risk management and financial modelling. He has a doctoral degree in financial economics from Universidad Autónoma de Madrid and is a CFA and FRM charterholder.

     

    Dr. Stefan Henkelmann ist Partner im Bereich Internationales Kapitalmarktrecht im Frankfurter Büro von Allen & Overy LLP. Dr. Stefan Henkelmann verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Beratung zu deutschen und internationalen Kapitalmarkttransaktionen, mit einem Schwerpunkt bei Verbriefungen und Strukturierten Finanzierungen sowie der Restrukturierung im Kapitalmarktsektor. Außerdem berät er zu strukturierten Schuldverschreibungen und Unternehmensanleihen sowie zu allen damit im Zusammenhang stehenden Fragen des Bankaufsichts- und Insolvenzrechts. Er doziert am Institute for Law and Finance der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

     

    Dr. Dennis Heuer ist Rechtsanwalt und Partner bei White & Case LLP im Bereich Capital Markets. In Deutschland und EMEA ist er verantwortlich für Strukturierte Finanzierungen (Verbriefungen, Strukturierte Kreditprodukte & Derivate) und FIG Solutions. Er berät und begleitet schwerpunktmäßig  Kreditinstitute, institutionelle Investoren und Versicherungsunternehmen bei Refinanzierungs-, Eigenkapitalentlastungs- und Risikotransfertransaktionen.

     

     

    Kaikobad Kakalia is the Chief Investment Officer of Chorus Capital, where he responsible for the investment function. He joined Chorus Capital in February 2014 from the Royal Bank of Scotland Group (RBS) where he worked from 1998 -2013 (starting at ABN AMRO, prior to its acquisition by RBS). At RBS, Kaiko was part of the management team for Global Banking and Markets Treasury, and Head of Treasury Structured Solutions from 2006 - 2012. He has 28 years of financial markets experience, having worked within Asset Management, Financial Institutions, Treasury, Credit Portfolio Management and Structured. 

     

    Dr. Stefan Krauss ist Partner von HENGELER MUELLER und seit 1995 im Bereich Structured Finance, Capital Markets und Banking tätig. In zahlreichen Transaktionen und als Berater der TSI war er maßgeblich an der Entwicklung des deutschen ABS-Marktes beteiligt. Weitere Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Derivate, Zahlungssysteme (Euro1, Step2, MyBank) sowie Pfandbriefe und Pfandbriefbanken.

     

     

    Martin Neisen leitet die globale Basel IV Initiative von PwC und verantwortet den Bereich Regulatory Management in Deutschland, Österreich, Belgien, Niederlande und der Türkei. Er verfügt über weitgehende Erfahrungen und technische Expertise in der deutschen und europäischen Bankenindustrie.
    Herr Neisen verfügt über mehr als 14 Jahre Projekt- und Prüfungserfahrung bei Banken und Finanzdienstleister. Dies betrifft insbesondere die Beratung von Instituten bei Fragen zum gesamten Spektrum des Bankenaufsichtsrechts und des Risikomanagements. Er engagiert sich in den internationalen Projektteams von PwC und gilt deutschlandweit, als der Experte bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen und Probelemstellungen die gleichzeitig Aufsichtsrecht, Risikomanagement und Bilanzierung betreffen.

     

    Kerstin Schaepersmann ist auf die Beratung bei deutschen und internationalen strukturierten Finanzierungen spezialisiert. Sie berät Sponsoren, Arrangeure, Lead Manager, Emittenten und Originatoren bei synthetischen und cashflow Verbriefungen (einschließlich CLOs, CMBS, Repackagings und Verbriefungen von Handels- und Leasingforderungen) und besicherten Darlehensstrukturen, sowie bei deren Restrukturierung. Darüber hinaus berät sie bei aufsichtsrechtlichen Fragen (einschließlich der Errichtung von Banken und Zweigniederlassungen in Deutschland, zur Erbringung von Dienstleistungen auf grenzüberschreitender Basis und der Regulierung von Derivaten und von Finanzmarktinfrastrukturanbietern).

     

    Dr. Christian Thun ist seit dem 1. Januar 2016 Geschäftsführer der European DataWarehouse GmbH – der zentralen Plattform in Europa für die Sammlung, Speicherung und Weitergabe von Kreditdaten (Loan-Level-Data) aus Asset Backed Securities (ABS). Zuvor arbeitete er 14 Jahre in verschiedenen Senior-Positionen für Moody’s Analytics sowie davor als Teamleiter für das Beratungsunternehmen Baetge & Partner (ein Oliver, Wyman Affiliate) und im Bereich Structured Finance der Dresdner Bank in Frankfurt und London. Sein Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Vorbereitung des European DataWarehouse auf dessen künftige Rolle als das Verbriefungsregister im Rahmen der STS Regulierung.
    Christian Thun hat mehr als 30 Artikel zu Themen wie Risikomodellierung, Stress Testing und Datenmanagement veröffentlicht. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und promovierte in diesem Bereich an der Universität Münster.


    Robert Westermann ist seit 2019 verantwortlich für die Strukturierung in der ABS-Abteilung der Santander Consumer Bank AG (SCB) in Mönchengladbach. Hierbei liegt der Fokus auf Transaktionen zur Eigenkapitalsteuerung und die Umsetzung von eigenen und Joint Venture Funding-Transaktionen. Vorher war Robert vier Jahre lang bei der Raiffeisen Bank International AG tätig und hat als Arranger Kundentransaktionen im Bereich von Auto- und Consumer-ABS strukturiert. Sein Studium schloss Robert an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich mit einem Master in „Management, Technology and Economics“ ab.