Kriterien einer TSI Verbriefungsplattform
für „insolvenzferne Verbriefungszweckgesellschaften“

  •   Zu den Erläuterungen

    1.  Definition eines klar definierten Gesellschaftszwecks erforderlich – z.B. „Refinanzierungszweck und Weitergabe der Finanzrisiken an den Kapitalmarkt“

    2.  Transaktionsbeteiligten wird es untersagt, während der Laufzeit und für einen bestimmten Zeitraum danach*, Insolvenzantrag zu stellen. Dies wird vertraglich in der Dokumentation der Transaktion festgehalten.

    3.  Transaktionsbeteiligte verpflichten sich zur Befriedigung ihrer Ansprüche nur auf die jeweils beim SPV vorhandenen Vermögenswerte zurückzugreifen. Soweit diese nicht zur Befriedigung der Gläubiger ausreichen, verzichten diese insoweit auf ihre Ansprüche bzw. vereinbaren einen qualifizierten Rangrücktritt. Dadurch wird die Überschuldung als Insolvenzgrund ausgeschlossen.

    4.  Geschäftsführung des SPV´s durch unabhängige Dienstleister

    5.  Solange Wertpapiere ausstehen keine Liquidation oder Zusammenschluss zulässig

    6.  Zusicherungen hinsichtlich der Eigenständigkeit des SPV´s. Mit diesen Zusicherungen soll sichergestellt werden, dass das SPV als eigenständige Einheit fungiert und in der jeweiligen Jurisdiktion nicht durch Mechanismen des "Piercing the Corporate Veil", "Alter Ego" oder "Substantive Consolidation" durch die Insolvenz der Muttergesellschaft beeinträchtigt wird.