Ablauf des Zertifizierungsprozesses

Der TSI-Zertifizierungsprozess folgt einem standardisierten Ablauf, der in neun Hauptschritten beschrieben werden kann. Für den Zertifizierungsprozess wird vor dem Closing der Transaktion eine Vorlaufzeit von ca. zwei Monaten veranschlagt. Im Falle eines  „Frequent Issuers“ oder bei weniger komplexen Transaktionsstrukturen können die Vorlaufzeiten auch kürzer ausfallen. In den Fällen, in denen ein deutsches SPV zum Einsatz kommt, kann die Zertifizierung gemeinsam mit der Gründung der Zweckgesellschaft bei der TSI beauftragt werden. Zu den Kunden der TSI, die sowohl die Gründung als auch die Zertifizierung beauftragen, zählen unter anderem die Volkswagen Bank und die Santander Consumer Bank.

Zertifizierungsprozess DEUTSCHER VERBRIEFUNGSSTANDARD

  1. Kontaktaufnahme durch Auftraggeber

    • Zusendung aller relevanten Zertifizierungsinformationen und Zertifizierungsdokumente an den potentiellen Auftraggeber
    • Erläuterung des Zertifizierungsprozesses und Klärung sämtlicher Fragen im Rahmen eines persönlichen Gesprächs
    • Zusendung des Antrags auf Zertifizierung durch die TSI

  2. Beauftragung der TSI mit der Zertifizierung einer Verbriefungstransaktion

    • Im Antrag auf Zertifizierung verpflichtet sich der Auftraggeber, dass die Qualitätskriterien der Marke CERTIFIED BY TSI – DEUTSCHER VERBRIEFUNGSSTANDARD eingehalten werden
    • Der vom Auftraggeber unterschriebene Antrag auf Zertifizierung bildet die Grundlage für die Einleitung des Zertifizierungsprozesses

  3. Kick-off-Sitzung zwischen Auftraggeber und TSI

    • Klärung etwaiger offener Punkte
    • Schaffung eines einheitlichen Verständnisses hinsichtlich der zugrundeliegenden Transaktionsstruktur und deren Besonderheiten
    • Verabschiedung eines Zeitrahmens für den Zertifizierungsprozess

  4. Sichtung der relevanten Transaktionsunterlagen

    • Besonderheiten in der Transaktionsstruktur (z. B. Wasserfall, Trigger Events etc.) aus dem Prospekt herausarbeiten und Anforderungen an den Entwurf des Investorenreports ableiten

  5. Abstimmung des Investorenreportings

    • Dieser wird in mehreren Iterationen zwischen dem Auftraggeber und der TSI abgestimmt
    • Abgleich, ob die Definitionen im Emissionsprospekt mit denen im Investorenreport identisch sind
    • Der abgestimmte Entwurf des Investorenreports bildet die Basis für die regelmäßige Veröffentlichung des Investorenreports auf der TSI Homepage.

  6. Bereitstellung der Selbstverpflichtungserklärung des Auftraggebers

    • In der Selbstverpflichtungserklärung des Auftraggebers im Rahmen der TSI Zertifizierung sichert der Aussteller der TSI zu, dass die Qualitätskriterien der Marke CERTIFIED BY TSI – DEUTSCHER VERBRIEFUNGSSTANDARD über die gesamte Laufzeit der Transaktion eingehalten werden

  7. Zertifizierungsgespräch zwischen Auftraggeber und TSI

    • Auf Basis der Selbstverpflichtungserklärung sowie der weiteren Zertifizierungsdokumente findet ein abschließendes Zertifizierungsgespräch zwischen dem Auftraggeber und der TSI statt
    • Im Rahmen dieses Gespräches werden ggf. noch offene Punkte oder Fragestellungen hinsichtlich der Einhaltung der Qualitätskriterien final besprochen und von der TSI dokumentiert

  8. Vergabe des Zertifikates durch die TSI

    • Das Zertifikat wird im Rahmen eines abwägenden Gesamturteils durch die TSI vergeben.
    • Übergabe des Zusageschreibens zur Nutzung des Zertifikates sowie der Allgemeinen Zertifizierungsbedingungen an den Auftraggeber

  9. Aufnahme der Transaktion im Internetauftritt der TSI

    • Aufbau einer eigenständigen Seite für die zertifizierte Transaktion
    • Einstellung der relevanten Transaktionsdokumente (Offering Circular, Presale und New Issue Reports der Ratingagenturen)
    • Einstellung der Investorenreports (xls- und pdf-Format) über die Laufzeit der Transaktion