Aufbau der TSI Verbriefungsplattform

Zur TSI Verbriefungsplattform gehören drei gemeinnützige Stiftungen, die Gesellschafter der über die TSI bereit gestellten SPVs werden. Die Stiftungen im Einzelnen:

  • Stiftung Kapitalmarktforschung für den Finanzstandort Deutschland
  • Stiftung Kapitalmarktrecht für den Finanzstandort Deutschland
  • Stiftung Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte für den Finanzstandort Deutschland

Die TSI Verbriefungsplattform steht ­allen Marktteilnehmern offen: 
Mehr als 110 durchgeführte Verbriefungstransaktionen (Stand: Dezember 2016) in einem standardisierten Prozess belegen die professionelle Gründung deutscher SPV. Zweckgesellschaften, die von der TSI bereit gestellt werden, bauen ausschließlich auf deutsches Recht auf. Dies führt zu einer entsprechenden Rechtssicherheit für Investoren und beinhaltet auch die Möglichkeit für den Originator, eine verbindliche Auskunft bei den deutschen Finanzbehörden stellen zu können.

Der TSI Standard der Bereitstellung eines deutschen SPV ist allen großen Ratingagenturen, den großen Kanzleien, den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, den Aufsichtsbehörden sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) und zahlreichen in- und ausländischen Originatoren und Arrangern bestens bekannt und organisatorisch implementiert.

Anteilseigner von deutschen Zweckgesellschaften werden drei der Wissenschaftsförderung verpflichtete, gemeinnützige Stiftungen. Gemeinnützige Stiftungen treten üblicherweise als SPV-Gesellschafter auf. Dies entspricht in besonderer Weise den Kriterien, die Kapitalmarkt und Ratingagenturen an SPV-Gesellschaften stellen ("insolvency remote structure"). Dass TSI Zweckgesellschaften drei Anteilseigner haben, hat Vorteile für deutsche Banken als Investoren in Verbriefungstransaktionen und entspricht auch den konzernrechtlichen Ausnahmetatbeständen für Verbriefungszweckgesellschaften im Rahmen der Unternehmenssteuerreform 2007 (Zinsschranke).