Grundlagen
Auf den folgenden Websites wollen wir Sie in ein Produkt einführen, das für den deutschen Finanzmarkt und die deutsche Wirtschaft von hoher Bedeutung ist.
Verbriefung ist heute ein zentraler Baustein des Geschäftsmodells von Banken und in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Faktor für die in jüngster Zeit wieder verbesserte Kreditversorgung des Mittelstandes. Das Grundprinzip lautet: Im Zuge einer Verbriefungstransaktion werden illiquide, nichthandelbare Aktiva in handelbare Wertpapiere verwandelt. Eine Bank kann aus Krediten bzw. Kreditrisiken handelbare Wertpapiere erzeugen, ebenso wie ein Unternehmen seinen illiquiden Forderungsbestand liquide machen kann. Dem Verkäufer fließt durch die Verbriefung einerseits Liquidität zu, andererseits reduziert er durch den Transfer seine Risikoposition, indem er das Risiko auf den Käufer der Wertpapiere überträgt.
Als "Verbriefer" kommen somit nicht nur Banken in Frage, sondern prinzipiell alle Institutionen, die über einen hinreichend diversifizierten Pool an Aktiva verfügen. Im Folgenden soll zunächst die Verbriefung von Bankkrediten betrachtet werden, bevor an späterer Stelle auf die Verbriefung von Unternehmens- und Leasingforderungen sowie auf die Verbriefung von Versicherungsrisiken eingegangen wird.
Vereinfacht beschrieben wirkt Verbriefung wie eine Kreditgarantie oder eine Kreditversicherung, bei der das Risiko eines Kreditgeschäfts von einer Bank auf einen Investor übertragen wird. Gleichzeitig fließt dem Verkäufer Liquidität etwa in Höhe des verbrieften Portfolios zu. Eine Verbriefung unterscheidet sich jedoch in zentralen Punkten von traditionellen Garantieprogrammen oder Kreditversicherungen. Erstens liegen einer Verbriefung niemals einzelne Kredite, sondern stets ganze Bündel von Krediten, ein so genanntes Portfolio, zugrunde. Zweitens wird das Portfolio in strukturierter Form an den Kapitalmarkt gebracht, d. h. das Kreditausfallrisiko des Portfolios wird in unterschiedliche Klassen von Risiken geteilt, die getrennt verkauft werden. Drittens werden im Rahmen einer Transaktion handelbare Wertpapiere (sog. Asset Backed Securities, ABS) geschaffen, die zu einer direkten Verbindung zwischen Kredit- und Kapitalmarkt führen. Die Kapitalmarktfähigkeit der Asset Backed Securities ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Verbriefung, weil mit ihr aus illiquiden Aktiva wie zum Beispiel Krediten markfähige Wertpapiere geschaffen werden.
Das Finanzierungsinstrument ABS bietet Deutschland mit seiner in hohem Maße kreditfinanzierten Wirtschaftsstruktur nachhaltig somit viele neue Chancen und Möglichkeiten und eröffnet den internationalen Investoren neue Optionen.
